Sport

Wagrain, Tag 1: Gekommen, um zu bleiben

Am Sonntag Morgen gegen 7.00 Uhr herrschte geschäftiges Treiben auf dem Parkplatz vor der SportMS. Grund: Die Drittklässler trafen sich, um die Wintersportwoche 2026 in Angriff zu nehmen. Bilanz: Verschlafene Lehrer gegen verschlafene Schüler 1:1, eine vergessene E-Card, ein Paar vergessene Hausschuhe, eine vergessene Skibrille. Kaum waren die beiden Busse um Punkt 7.30 Uhr aus der Primelgasse gefahren, brandete, so wurde es uns zumindest mitgeteilt, Jubel unter den verlassenen Eltern am Parkplatz auf. In Kammern wurde, wie vorgeschrieben, 45 Minuten pausiert. Danach folgte der zweite Teil der Fahrt. Noch vor Mittag traf die Reisegesellschaft am Sehnsuchtsort auf. Nun wurden im Schnelldurchlauf die Koffer aus den Bussen in die richtigen Zimmer gebracht und anschließend das Mittagessen eingenommen. Es gab Spaghetti Carbonara. Nachdem die Kohlehydratspeicher aufgefüllt waren, begannen die Vorbereitungen für die erste Ausfahrt. Jene, die noch das Leihmaterial ausfassen mussten, fanden sich bereits um 14.00 Uhr im Skikeller ein, wo die dortige Belegschaft unsere SchülerInnen mit Skischuhen, Stöcken und Helmen ausstatteten. Brillen gab´s keine auszuborgen, dafür konnte jener Schüler, der am Morgen ohne auftauchte, mit einer modischen Herzerlbrille versorgt werden. Kurz nach halb drei ging´s dann endlich los. Alle sieben Gruppen standen hochmotiviert vor den Durchlasszonen, nur um dann entrüstet festzustellen, dass die Skikarten erst ab 15.00 Uhr gültig waren. Die Zeit bis dahin wurde mit Aufwärmübungen und Jammerarien überbrückt. Dann wurde endlich gefahren, und das bei höchst schwierigen Bedingungen. Kein Wunder, denn am Nachmittag hatte es gefühlte 13 Grad Plus auf der Piste. Überraschenderweise herrschten auf der Bergstation der Flying Mozart dichter Nebel und schlechte Sicht. Je niedriger die Seehöhe, desto klarer und freundlicher das Wetter, im direkten Verhältnis veränderte sich aber auch die Beschaffenheit des Schnees, sodass sogar die Profigruppen ihre Troubles mit den aufgeschobenen Schneebergen hatten. Lediglich die Anfängergruppen fanden beim Tellerlift brauchbare Bedingungen vor. Bilanz nach der ersten Ausfahrt: Keine menschlichen Verluste, keine Verletzungen trotz einiger durchaus sehenswerter Stürze, ein falsch abgebogener Schüler und etliche bereits ordentlich strapazierte Schenkel. Die Pause bis zum Abendessen wurde mit Körperpflege verbracht. Erstaunlich, wie laut die anderen Schulen im Vergleich zu unseren Kids sind. Zum Abendessen gab´s Gemüsesuppe, Rindsbraten mit Rotkraut und Kroketten und als Nachspeise ein Mini-Magnum. Kursleiterin Lisa Schön informierte die SchülerInnen danach über das Abendangebot. Eine Gruppe hetzte im Turnsaal dem Lederball hinterher, eine Gruppe fetzte sich beim Dodgeball. Der Rest spielte Spielchen im Aufenthaltsbereich, zum Beispiel Werwolf oder Impostor, was immer das auch sein mag. Als die Lehrer vor vielen Jahren selbst Schüler waren, hießen die Spielchen noch „Mensch, ärgere dich nicht“ oder „Flaschen drehen“. Hier könnte der Schreiber dieser Zeilen abdriften, tut er aber nicht. Irgendwann gegen 20.30 Uhr endete die Abendgesellschaft und die Kids zogen sich auf die Zimmer zurück. Duschen, Vorbereiten auf die Zimmerkontrollen, Abnahme der Mobiltelefone. Der Plan: Nachtruhe um 21.30 Uhr. Weil die Lehrer aber aus Erfahrung wissen, dass die ersten Nächte auf Wintersportwochen oft besonders „kurze“ Nächte sind, dürfen sich die Leser daheim an den Geräten morgen auf das Nachtprotokoll und auf den Bericht der restlichen aufregenden Erlebnisse aus dem fernen Wagrain freuen. Bis dahin, eine gute N…

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