Nach Redaktionsschluss ereignete sich gestern Abend Unfassbares: Gegen 22.00 Uhr erblickte Herr FL Andreas Samwald auf seinem Rundgang eine dunkle Gestalt auf dem Gang, wo die Zimmer liegen. Als er das Licht aufdrehte, war er komplett perplex: Ein Schüler stand in voller Skimontur vor ihm. Skihose, Skijacke, Sturmhaube, Brille und Helm. Kein Pyjama, keine Häschenpantoffeln. Und das eine Stunde nachdem die Nachtruhe ausgerufen worden war. Des Rätsels Lösung: „Traust dich nie, in Skikleidung auf den Gang zu gehen!“ Wenn man solche Zimmerkollegen hat, braucht man keine Feinde mehr. Die Strafe wurde dem reuigen Täter nach einer Lehrerabstimmung (7:0-Stimmen) erlassen, im Gegenteil: Für diesen Gag wurde er sogar extra gelobt. Mittwoch Früh um 6.45 Uhr kam eine neue Wecktechnik zum Einsatz: Sich rückwärts auf den schlafenden Schüler zu setzen. Beim Frühstück schilderte eine 3c-Schülerin die Geschehnisse ihres Alptraums. Sie sprach dabei so schnell, dass die Zusammenhänge nicht ganz erfasst werden konnten. Es ging jedenfalls um ein Einhorn, ein Schwert, Sponge Bob, Herrn FL Blazanovic und um einen Planeten. Am Ende waren alle tot. Bis auf das Schwert! Was wir daraus lernen: Hände weg von übermäßigem Süßigkeitenkonsum. Für die zukünftigen Skikurs-Checklisten wird Magnesium ein wichtiges Thema werden. Das Ausrücken aus dem Skikeller ging langsamer als sonst vonstatten. Ausnahme waren unsere beiden Profigruppen Sahlenegger und Samwald, die am Mittwoch sage und schreibe 44 Kilometer runterrissen. Herr Samwald revanchierte sich für die Attacke eines Holländers am Vortag (wir berichteten) und öffnete einem anderen Holländer beim Warten am Lift die Bindung. Domino-Day ist ein Klacks dagegen! Auch die anderen Gruppen kamen am Mittwoch auf ihre Rechnung. Frau FL Lisa Schön war Ersthelferin beim Crash einer Skifahrerin. Vorbildlich sicherte sie die Unfallstelle ab und setzte den Notruf ab. Gute Besserung an die Dame! Drei Damen aus der 3b lösten beim Verlassen des Sesselliftes eine Kettenreaktion aus. Zuerst öffneten sie den Bügel zu spät, dadurch zwickte sich ein Mädl den Ski an der Fußstütze ein, das andere Mädchen blieb mit dem Rucksack irgendwo hängen und die dritte war so kollegial und stürzte mit den anderen beiden aus einer Höhe von 75cm ab. Der Liftwart schüttelte nur den Kopf, vergab aber immerhin ordentliche Noten für die Landung. Eine Begegung der besonderen Art hatte Herr Blazanovic: Als er in die G-Link-Gondel einstieg, erblickte ihn der Schaffner und sagte: „Dich kenne ich. Wo kommst du her? Wie heißt du?“ Es stellte sich heraus, dass die beiden im Dezember 1996 gemeinsam in der Bechtolsheimkaserne in Wr. Neustadt ihren Präsenzdienst angetreten hatten. Herr Blazanovic glaubte bis zuletzt an eine „Achtung Kamera-Verar…“, erst als der Mann von dem Tag erzählte, an dem Herr Blazanovic den Frostschutz aus dem Panzer irrtümlich in seinen Hemdsärmel umleitete, war Herr Blazanovic überzeugt. Schief ging übrigens auch die Rettungsmission des Handys (wir berichteten gestern). Als Herr Samwald an der vereinbarten Stelle eintraf, um das Schüler-Handy in Empfang zu nehmen, war da kein Handy. Dumm (Ski) gelaufen! Heute ging übrigens auch ein Rucksack verloren. Wir geben nicht die Hoffnung auf, ihn morgen wiederzufinden. Essenstechnisch gab´s zu Mittag Kaiserschmarrn und am Abend ein Burger-Buffet. Nach dem Abendessen ging es erstmals in dieser Woche in die kleine Trampolin-Halle und zum Tischtennisspielen. Grundsätzlich vertragen sich Burger und Trampoline kurz hintereinander nicht so, Schwerter und Einhörner aber auch nicht. Vielleicht war es aber auch die Nervosität vor dem Diskoabend, der um 20.00 Uhr begann. Zuerst übernahm Kursleiterin Lisa Schön kraft ihres Amtes die Aufgabe, das zweite Geburtstagskind der Woche mit einer Torte zu würdigen. Dann mutierte sie auch noch zu DJ Schön. Und da standen sie also. Auf der einen Seite der Tanzfläche die Burschen, auf der anderen Seite die Mädchen. Manche trauten sich gleich gar nicht auf´s Parkett, völlig unbewusst nahmen sie sofort die Plätze an der Bar ein. Mitten drin das Animationsteam der Lehrer. Es lief immer nach dem selben Schema ab: Ein paar Dance-Moves nach vor, am besten in der Gruppe, niemals alleine, dann wieder zwei Schritte zurück zur Wand und prüfende Blicke in die Runde, ob man sich eh nicht blamiert hat. Wie ein Blinder am Zebrastreifen tastete man sich langsam in Richtung Eskalation vor. Aber wir dürfen Sie daheim beruhigen: Niemand ging an diesem Abend „All-In“. Dafür gibt´s ein paar Tendenzen, wer mit wem zusammen sein könnte. Die Liste der Paare finden Sie HIER… Mit einer Polonaise endete der beschwingte Abend schließlich. Komplett aufgedreht ging´s zurück auf die Zimmer. Auf die Träume sind wir schon gespannt. Morgen wird´s noch einmal ernst, wenn es ein letztes Mal auf die Piste geht. Abschließende Grüße des Teams gehen heute an alle unsere ehemaligen pensionierten Lehrerkollegen, stellvertretend ließ uns unsere Renate Szokolszky heute grüßen. Ihr fehlt…



























