Da war er also: Der Tag, an dem die Wintersportwoche 2026 in Wagrain ein Ende fand. Freitag Früh um 6.45 Uhr war Tagwache, noch einmal ging es in den engen Zimmern im Slalom vorbei an bereits vorgepackten Koffern, Taschen und Rucksäcken in den Speisesaal zum Frühstück. Danach folgte der letzte stressige Teil der Woche. Zimmer räumen! Gar nicht so einfach, wenn sechs Personen auf fünf Quadratmetern Wohnraum „Der Boden ist Lava“ spielen. Bei etlichen merkte man auch, dass zu Hause die Mamas für gewöhnlich die Koffer packen. „Warum geht sich das nicht aus?“ kratzten sich einige nachdenklich an ihren Köpfen, während Fragezeichen über ihren Häuptern schwirrten. Aus diesem Grund kam es auch vor, dass die eine oder andere Socke oder Unterhose oder Handtuch oder Zahnspange nicht mehr den Weg zurück nach NÖ mitmachte. Positiv ist auf jeden Fall auch, dass nur einer aus 70 seine Zimmerkarte nicht mehr zurückbrachte und somit 5 Euro Pönale Strafe zahlen musste. Eine halbe Stunde vor der veranschlagten Zeit starteten die beiden Busse Richtung Heimat. Wenn man nun die vergangenen Tage Revue passieren lässt, fällt auf, dass kaum etwas Negatives zu notieren war. Das Quartier? Essen top, Zimmer ein wenig eng, aber praktikabel. Die Pisten? Überwiegend hervorragend, erst gegen Nachmittag musste man sich manchmal seinen Weg durch die zusammen geschobenen Schneehaufen bahnen. Die Kinder aus der 3abc? Ganz wenig Verfehlungen, die nicht mit einer kurzen Predigt oder einem Tischdienst bei den Lehrern erledigt werden konnten. Von der Pünktlichkeit zur Disziplin auf der Piste und im Speisesaal bis hin zum Verhalten auf den Zimmern (Punkteabzüge für die Lautstärke am Abend und Sauberkeit) kann man aus Lehrersicht nicht viel bemängeln. Sportlich? Absolut stark. Von den Profis bis zu den Anfängern, die sich spätestens seit Mittwoch als Fortgeschrittene bezeichnen dürfen: Alle konnten sich technisch weiter entwickeln. Der Bodycount? Null. Bis auf kleinere Wehwehchen keinerlei Verletzungen, die ausgeprägte Erste Hilfe erforderten. 20 Kilo Gipsmasse und die verrosteten Stahlschienen wurden wieder mit nach Hause genommen. Das Lehrerteam? Von der ersten bis zur letzten Minute an einem Strang ziehend, keine einzige Meinungsverschiedenheit aka Schlägerei, sondern gelebte Harmonie, fast so wie bei den Wiener Philharmonikern oder den Wildecker Herzbuben. Der Boss? FL Lisa Schön „dominierte“ das Geschehen in dieser Woche, sah alle Eventualitäten voraus und blieb vor allem immer „cool“. Stellen Sie sich vor, um 3.00 Uhr nachts ginge der Feueralarm los. Schüler liefen schreiend durch die Gänge, Lehrerkollegen versuchten, ihre Stundenvorbereitungen sowie ihre nackte Haut zu retten. Frau Schön würde in diesem Moment kurz durchatmen, langsam ihre Sonnenbrille aufsetzen, eine virtuelle Zigarette auf dem Boden ausdämpfen, lässig „Rrrrrrrr, ganz ruuuuhig!“ sagen und dann bedächtig die Rettungskette aktivieren, an der Feuersbrunst vorbeitanzen und die Sache im „Six-Seven“-Modus klären. Und hier das Abschlusslied. Achtung: Montag ist Schule!
Tag 6 in Wagrain: Ende Gelände


