Tag 5 der Wintersportwoche der dritten Klassen der Sportmittelschule Wr. Neustadt in Wagrain. Am Donnerstag Morgen ging alles ein wenig langsamer von den Händen. Nur schwer waren die Kinder um 6.45 Uhr aus den Federn zu bringen. Da hätte die Pistenraupe durchs Zimmer rasen können, manche hätten sich trotzdem nicht gerührt. Nach einem reichhaltigen Frühstück hüpften die SchülerInnen und Lehrer ein letztes Mal in ihre Skiunterwäsche, bei manchen müffelte diese aufgrund der Feuchtigkeit im Inneren der Skijacke schon ein wenig. Dann ging´s schon los auf die Piste. Wagrain und Umgebung erstrahlten auch am Donnerstag unter der grellen Sonne. Und auch die Pistenverhältnisse hätten nicht besser sein können. Die vielen Kilometer und Schwünge der vergangenen Tage haben aber doch Spuren hinterlassen. Das merkte man während des gesamten Tages. Hier die Highlights im Zeitraffer: Kollege Fischöder riss eine Brez´n beim Einsteigen in den Sessellift und wurde vom Liftwart mit einem finsteren Blick bestraft. Kollege Sahlenegger geriet auf der Speed-Strecke ins Schleudern und überschlug sich mehrfach, der VAR entschied auf Schwalbe. Kollege Samwald wäre auf der Hütte infolge von Sekundenschlaf fast das Essenstablett abgeposcht, geistesgegenwärtig konnte er wenigstens die Suppe retten. Kollege Blazanovic hatte vergessen, sich mit Sonnencreme einzuschmieren. Sein Gesicht im Schnee zu kühlen, stellte sich als Fehler heraus. Kollege Worgatsch hat gestern Mittwoch ein bisschen mit dem Essen übertrieben, sein Magengrummeln am heutigen Tag klang wie der Brunftschrei eines Bären. Kollegin Graf musste mit Kollegen Worgatsch in der selben Gondel sitzen. Nur Kursleiterin Schön hatte als Einzige alles im Griff, deswegen ist sie auch die Kursleiterin. Sieben Lehrer, sieben Geschichten. Man kann sich vorstellen, wie es erst den Kids heute ging. Mehrere spektakuläre Stürze blieben Gott sei Dank folgenlos. Unter anderem wurden zwei Pensionisten von einem Schüler „abgeschossen“, sodass ihnen gleich der Hut davonflog. Auch sie blieben unverletzt, also die Pensionisten, nicht die Hüte. Zwei Skistöcke segneten am heutigen Tag das Zeitige, jetzt sind es vier Stöcke. Der Skiclub Liliput freute sich über die großzügige Sachspende. Ein Schüler war so erledigt, dass sein müder Kopf in dessen Germknödel landete. Doch wie man es dreht und wendet: Wenn Engel reisen, geht alles gut. Sofern heute Nacht Wagrain nicht von einem Erdbeben heimgesucht wird, werden wir morgen in voller Stückzahl in den beiden Bussen sitzen. Eine sportliche Topleistung. Was ist sonst heute noch passiert? Das verschwundene Handy (wir berichteten) wurde vom Kollegen Fischöder an der richtigen Stelle abgeholt, der Besitzer wirkte beim Wiedersehen gar nicht so glücklich darüber. Auch der verlorene Rucksack konnte gefunden werden. Zu Mittag gab es Spaghetti, am Abend ein Grillbuffet. Kollege Worgatsch wird morgen bei der Rückfahrt leiden. Nach dem Abendessen wurde mit dem Kofferpacken begonnen. Danach ging´s ins Kino, wo man beim Klassiker „Cool Runnings“ mit den jamaikanischen Bobfahrern mitfieberte. Zuvor wurde auch dem dritten Geburtstagskind in dieser Woche (sie hat erst morgen Freitag Purzeltag) gehuldigt. Auch der Schreiber dieser Zeilen ist kurz vor dem Einschlafen, morgen wird er sich aus dem Bus mit einem Fazzzzzzsssssssssssssssssssss
Tag 5 in Wagrain: Skifahren am Limit


